{"id":485,"date":"2016-09-23T22:21:48","date_gmt":"2016-09-23T21:21:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.loopback.at\/?p=485"},"modified":"2016-12-08T23:45:16","modified_gmt":"2016-12-08T22:45:16","slug":"homeserver-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.loopback.at\/?p=485","title":{"rendered":"Homeserver Teil 1"},"content":{"rendered":"<p>Die Idee geisterte schon lange in meinem Kopf umher aber vor einigen Wochen habe ich begonnen sie in die Tat umzusetzen. Ich baue einen Server f\u00fcr Zuhause um wichtige Daten redundant abzulegen, um von mehreren Ger\u00e4ten einfach drauf zugreifen zu k\u00f6nnen, um von remote in mein Netz zu k\u00f6nnen und vieles mehr.<\/p>\n<p>Im ersten Teil (dieser Text hier) werde ich ein wenig \u00fcber die immer weiter wachsenden Anforderungen schreiben und einen Einblick in meine Gedanken zu gew\u00e4hren. Im Teil 2 (welchen ich parallel dazu schreibe) m\u00f6chte ich \u00fcber die verwendete Hardware und die zugrunde liegenden \u00dcberlegungen philosophieren.<\/p>\n<p>Die weiteren Teile werden dann nach und nach dazu kommen &#8211; aber zuerst mal der Anfang:<\/p>\n<h1>Grund\u00fcberlegung<\/h1>\n<p>Warum braucht man \u00fcberhaupt einen Server daheim ? Reicht nicht auch ein NAS ? Oder sollte gar alles auf einem normalen PC funktionieren welchen man einfach nicht mehr abdreht.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Der letzte Part ist schnell erkl\u00e4rt:<\/strong> Nein, au\u00dfer man hat sein eigenes Kraftwerk. Jaja bitte kein \u00d6ko-Gerede jetzt. Hatte ich auch nicht vor. Allerdings hat ein Standrechner vielleicht nicht die passenden Komponenten um im Dauerbetrieb zu funktionieren und verf\u00fcgt h\u00e4ufig auch \u00fcber potentere Hardware (Stichwort gaming-taugliche CPU und GPU, SSDs statt einer Festplatte und einige andere Dinge sicher auch) und ben\u00f6tigt so auch im Leerlauf mehr Strom als n\u00f6tig. Mobile Rechner (Laptops, Notebooks wie auch immer man sie nennen mag) lasse ich jetzt mal ganz au\u00dfen vor &#8211; jedem wird klar sein das diese Ger\u00e4te nicht f\u00fcr Dauerbetrieb geeignet sind.<\/p>\n<p><strong>Und warum kein NAS ?<\/strong> Die Frage l\u00e4sst sich am ehesten mit den Anforderungen erkl\u00e4ren die bei mir doch immer l\u00e4nger wurden je l\u00e4nger ich dr\u00fcber nachgedacht habe. Ein bisschen Virtualisierung w\u00e4re fein, vielleicht auch mehrere Netzwerkports und WLAN, ein DVD\/Bluray Brenner als Backupm\u00f6glichkeit (Nein, ein Raidverbund aus Festplatten ist kein Backup) und vieles mehr. Es gibt bestimmte NAS-Boxen die virtualisieren k\u00f6nnen (oft nur genau einen virtuellen Rechner) und auch welche mit mehr als einem Netzwerkanschluss. Allerdings gibt es kein NAS (zumindest habe ich keines gefunden) welches es erlaubt mit alle den Dingen die eingebaut sind auch alles anzustellen was damit m\u00f6glich w\u00e4re. Ich bezweifle das es m\u00f6glich ist einer VM auf einem NAS einen Netzwerkchip per VT-d \/ IOMMU einzuh\u00e4ngen. Auch ben\u00f6tigen viele dieser Boxen trotz ihrer schwachen Rechenleistung (h\u00e4ufig sind da ARM-Prozessoren oder x86-SoC\u00b4s verbaut) einiges an Strom.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Stromverbrauch:\u00a0<\/strong>Wann immer ich hier und in folgenden Teilen meines Homeserver-Builds vom Stromverbrauch schreibe, meine ich immer den Verbrauch <em>ohne<\/em> Festplatten. Der Grund ist folgender: Die Platten sind f\u00fcr den Bau zwar wichtig aber verbrauchen im NAS genauso viel Strom wie in jedem anderen Ger\u00e4t. Au\u00dferdem gibt es gerade bei Festplatten so viele Meinungen dass jeder seine pers\u00f6nlichen Vorlieben f\u00fcr bestimmte Marken hat. Weiters hat jeder andere Anspr\u00fcche an die Speicherkapazit\u00e4t, an das Raid-Level und das wird in jedem Ger\u00e4t vermutlich gleich \/ sehr \u00e4hnlich umgesetzt.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich war die Entscheidung damit gefallen das ich auf &#8222;<em>echter Hardware<\/em>&#8220; bleiben m\u00f6chte und mich auf keine Experimente einlasse. Die n\u00e4chste Entscheidung war dann schnell getroffen: <strong>Fertigger\u00e4t<\/strong> oder <strong>Eigenbau<\/strong> ?<\/p>\n<p>F\u00fcr ein Fertigger\u00e4t spricht vor allem der gepr\u00fcfte und vielfach eingesetzte Aufbau (wenn man bei einem bekannten Hersteller bleibt), die Garantie (oft mit Verl\u00e4ngerungsm\u00f6glichkeit), Vor-Ort-Service und die Zeitersparnis. Dagegen spricht die Einschr\u00e4nkungen bei der Hardware &#8211; man bekommt oft bestimmte Teile nur im Paket einer h\u00f6heren Variante, die Teils sehr saftige Preise f\u00fcr mehr Festplattenkapazit\u00e4t (selbst nachr\u00fcsten geht nur bei Hot-Swap Einsch\u00fcben), die Aufr\u00fcstm\u00f6glichkeiten und die Tatsache das man auf fremde Hilfe angewiesen ist falls das Ger\u00e4t einmal nicht so will wie man es gerne h\u00e4tte.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><strong>Microserver:<\/strong> Es gibt von einigen Herstellern sogenannte Microserver \/ Homeserver zu kaufen welche auf echter x86 Hardware (eigentlich m\u00fcsste ich amd64 Hardware schreiben &#8211; kein Mensch will sich mehr mit 32 bit herumschlagen) basieren. Doch auch hier gilt das selbe wie f\u00fcr andere Fertigger\u00e4te: man muss das nehmen was der Hersteller anbietet (keine Extraw\u00fcrste m\u00f6glich), man muss bei Festplatten und co. in die Kompatibilit\u00e4tsliste schauen ob diese \u00fcberhaupt funktioniert und viele andere Einschr\u00e4nkungen. Im speziellen Fall hatte ich den HP Microserver Gen8 im Auge &#8211; da ich auch beruflich mit den gro\u00dfen Br\u00fcdern zu tun habe. Allerdings hat HP hier immer noch keine Gen9 angek\u00fcndigt &#8211; bei den echten Servern werden diese schon l\u00e4ngst verkauft. Auch ist das Geh\u00e4use ein wenig eng und ich hatte meine Bedenken wegen einer vern\u00fcnftigen Bel\u00fcftung &#8211; kleine L\u00fcfter machen einfach mehr L\u00e4rm. Zu guter Letzt ist der kleine W\u00fcrfel auch kein Kostver\u00e4chter bei Stromverbrauch.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich war die Entscheidung danach schnell getroffen: Es wird selbst gebaut. Kurz die Preisvergleichseite meines Vertrauens mit den Wunschkomponenten bef\u00fcllt und ich muss sagen &#8211; so schlimm war es nicht (Auch hier gilt: Festplatten sind nicht ber\u00fccksichtigt &#8211; die braucht man ja sowieso &#8211; egal welches Ger\u00e4t). Die Zahl war im Bereich von 450-550\u20ac. Achso, ich war eine Zeit lang am \u00fcberlegen ob ich nicht auf einen Server-Chipsatz setze da die neue Skylake-Celerons und Pentiums (ich glaube ein paar i3 auch noch) den Speicherschutz ECC erm\u00f6glichen wenn diese auf einem C232 oder C236 Motherboard verwendet werden.<\/p>\n<p>Die ECC-Variante war nat\u00fcrlich am teuersten, da ECC Speicher schnell mal um die H\u00e4lfte oder mehr teurer ist. Auch kosten Motherboards mit den &#8222;kleinen&#8220; Server-Chips\u00e4tzen mehr als normale Motherboards. Ja diese Boards sind meistens f\u00fcr 24\/7-Betrieb ausgelegt und vom Hersteller mit langer Verf\u00fcgbarkeit versehen. Dauerbetriebsf\u00e4higkeit gibt es bei manchen nicht-Server Motherboards auch (Asus TUF Serie oder Gigabytes UD-Serie) [Ja ich wei\u00df das dies keine Garantien sind wie bei echten Serverboards] und die lange Verf\u00fcgbarkeit mag vielleicht f\u00fcr Unternehmen sehr interessant sein &#8211; als Privater m\u00f6chte ich aber nicht in 4 Jahren nochmal das selbe &#8211; dann uralte &#8211; Motherboard nochmal kaufen nur um dann ein halbes Jahr sp\u00e4ter dir CPU oder den RAM wegsterben sehen. Falls mir sowas passiert &#8211; werden alle Teile erneuert die notwendig sind um den Betrieb wieder herzustellen.<\/p>\n<p>Ich habe mich dann gegen ECC Funktionalit\u00e4t entschieden &#8211; einfach weil ich nur ein Raid 1 einsetzen m\u00f6chte (mehr dazu sp\u00e4ter) und nichts mit ZFS am Hut habe (bei Einsatz von ZFS ist ECC obligatorisch da sehr viel Daten\u00a0im RAM lagern und ein fehlerhaftes bit fatale Folgen haben k\u00f6nnte. Auch konnte ich dadurch fast 100 Euro sparen gegen\u00fcber der Variante die ich schlussendlich gew\u00e4hlt habe.<\/p>\n<p>Da ich ein halbwegs flottes aber sparsames System bauen wollte entschied ich mich f\u00fcr einen Pentium G4400 der auf 16 GByte Ram zur\u00fcckgreifen kann, 2x Festplatten f\u00fcr ein Raid 1, eine M.2 SSD als Betriebssystemplatte (spart Platz im Geh\u00e4use und Strom), vorerst 2 Festplatten, vern\u00fcnftig kleines Geh\u00e4use (1 5,25&#8243; Einbauplatz f\u00fcr den Brenner). Netzteil stand vorab schon fest &#8211; ein 300-400 Watt beQuiet (ich bin immer gut mit dem Hersteller gefahren &#8211; warum also wechseln).<\/p>\n<h2>Die Dinge die noch entschieden werden mussten<\/h2>\n<p>Meine Mindestanforderungen lauteten:<\/p>\n<ul>\n<li>mind. 2 Steckpl\u00e4tze f\u00fcr RAM<\/li>\n<li>Gigabit Ethernet von Intel<\/li>\n<li>Sockel 1151 um einen der neuen Skylake Prozessoren einzusetzen<\/li>\n<li>M.2 Interface<\/li>\n<li>Ausreichend PCI-E Steckpl\u00e4tze f\u00fcr zus\u00e4tzliche Netzwerkkarten<\/li>\n<li>Keine PCI Steckpl\u00e4tze<\/li>\n<li>Bekannter Hersteller \/ evtl. eine 24\/7 Eignung oder \u00e4hnliches<\/li>\n<li>maximale Gr\u00f6\u00dfe: mATX \/ mITX w\u00e4re optimal &#8211; es soll ein halbwegs schlankes System werden<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Anzahl der m\u00f6gliche Steckpl\u00e4tze ist nicht so wichtig wenn zb. 2 Gigabit Ports vorhanden sind. WLAN &#8211; ebenfalls von Intel w\u00e4re nat\u00fcrlich auch ein Hit. Eigentlich glaubte ich nicht daran das es da was passendes geben kann doch das Ergebnis auf <a href=\"https:\/\/geizhals.at\/?cat=mbp4_1151&amp;sort=p&amp;xf=4400_7~4771_Intel~489_sonstige~7089_2x+Gb+LAN~7226_802.11ac#xf_top\">www.geizhals.at<\/a>\u00a0brachte 5 m\u00f6gliche Teile ans Tageslicht (der Link macht eine aktuelle Suche nach diese Kriterien &#8211; daher kann das Ergebnis variieren):<\/p>\n<ul>\n<li>2x ASRock (H170 und Z170) welche aufgrund schlechter Erfahrungen sofort ausgeschlossen wurden<\/li>\n<li>1x ASUS mit <a href=\"http:\/\/www.asus.com\/Motherboards\/H170I-PRO\/\">H170<\/a><\/li>\n<li>2x Gigabyte (<a href=\"http:\/\/www.gigabyte.de\/products\/product-page.aspx?pid=5552#ov\">H170<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.gigabyte.com\/products\/product-page.aspx?pid=5518#ov\">Z170<\/a>)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die beiden Gigabyte Motherboards geh\u00f6ren zur Ultra Durable Serie &#8211; das Asus hat zwar &#8222;5x Protection&#8220; aber irgendwie hat mich dann der Z170er Chipsatz gereizt (ich wei\u00df, f\u00fcr den geplanten Skylake-Pentium brauch ich keine \u00dcbertakterfeatures aber manchmal muss es eben das Beste sein &#8211; und evtl. bekommt die Kiste irgendwann mal einen passenden Xeon spendiert). Somit war die erste Entscheidung gefallen.<\/p>\n<p>Bei der SSD brauchte ich nicht lange \u00dcberlegen &#8211; Samsung 850 Evo &#8211; 250 GB sind eine brauchbare Gr\u00f6\u00dfe um einiges mit dem Server machen zu k\u00f6nnen ohne auf die Datenplatten zugreifen zu m\u00fcssen. Ich wei\u00df, dass die M.2 Variante der SSD nur SATA spricht und nicht NVMe aber wie oft bootet ein Server schon neu &#8211; am besten nie. Und ohne viel vorweg zu nehmen &#8211; die Bootzeit liegt unter 1 Minute ab Power On.<\/p>\n<p>So das wars mal f\u00fcrs erste &#8211; es geht demn\u00e4chst weiter mit der Story. also regelm\u00e4\u00dfig vorbeischauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Idee geisterte schon lange in meinem Kopf umher aber vor einigen Wochen habe ich begonnen sie in die Tat umzusetzen. Ich baue einen Server f\u00fcr Zuhause um wichtige Daten redundant abzulegen, um von mehreren Ger\u00e4ten einfach drauf zugreifen zu k\u00f6nnen, um von remote in mein Netz zu k\u00f6nnen und vieles mehr. Im ersten Teil &hellip; <a href=\"https:\/\/www.loopback.at\/?p=485\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Homeserver Teil 1<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[],"class_list":["post-485","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-homeserver"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.loopback.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/485","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.loopback.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.loopback.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.loopback.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.loopback.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=485"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.loopback.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/485\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":507,"href":"https:\/\/www.loopback.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/485\/revisions\/507"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.loopback.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=485"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.loopback.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=485"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.loopback.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=485"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}