{"id":551,"date":"2017-10-02T12:37:50","date_gmt":"2017-10-02T11:37:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.loopback.at\/?p=551"},"modified":"2017-10-02T12:37:50","modified_gmt":"2017-10-02T11:37:50","slug":"vorstellung-draytek-vigornic-132","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.loopback.at\/?p=551","title":{"rendered":"Vorstellung Draytek VigorNIC 132"},"content":{"rendered":"<p>Ich m\u00f6chte euch an dieser Stelle \u00fcber meine Erfahrungen mit der ADSL\/VDSL Modem \/ Router Karte der Firma Draytek berichten.<\/p>\n<p>Diese Karte wurde mir vom europ\u00e4ischen Importeur kostenfrei f\u00fcr einen Test zugesandt und \u00fcberlassen. Andere Absprachen oder eine Bezahlung gab es nat\u00fcrlich keine. Durch die \u00dcberlassung der Karte kann es passieren, dass der Reviewer\/Tester eine positive Voreinstellung gegen\u00fcber dem Produkt hat. Ich versuche dies hier so objektiv wie m\u00f6glich zu betrachten. F\u00fcr den Fall das die Karte nicht die gew\u00fcnschte Funktion zeigt hatte ich mir aber vorgenommen diese auf meine Kosten zur\u00fcck zu senden &#8211; dies war jedoch nicht der Fall.<\/p>\n<p>Nachdem dieser Umstand erkl\u00e4rt wurde kommen wir nur zum Objekt der Begierde &#8211; Die VigorNIC 132 von Draytek.<\/p>\n<p>Wer auf der Suche nach einem ADSL Modem in Form einer PCIe Steckkarte ist wird sich sehr sehr schnell bei Draytek wiederfinden &#8211; es gibt kein besonders gro\u00dfes Angebot an derartigen Karten. Wozu man diese braucht ? Naja eine PCIe Karte mit einem ADSL Modem kann f\u00fcr sehr viele Dinge eingesetzt werden wo eine ADSL Verbindung direkt in einem Rechner ben\u00f6tigt wird. Allen voran steht nat\u00fcrlich der Einsatz in einer Firewall auf PC-Basis aber auch in Steuerungen von entfernten und unbesetzten Anlagen oder \u00e4hnlichen Anwendungen kann die Karte eingesetzt werden. Eigentlich \u00fcberall wo ein ADSL Anschluss direkt in einen Rechner gef\u00fchrt werden soll.<\/p>\n<p>Warum nicht das Modem vom Provider verwenden ?<\/p>\n<ol>\n<li>Das Modem meines Providers war mir zu unflexibel (nur eine WLAN-SSID), zu energie-verschwendend (20-40W je nach Betriebszustand) und zu sehr unter der Kontrolle des Providers (Firmware Updates in der Primetime ohne das ich es verhindern kann usw.)<\/li>\n<li>In einer Remote-L\u00f6sung kann es durchaus vorkommen dass etwas nicht mehr geht. Ein externes Modem neu zu starten wenn niemand vor Ort ist gestaltet sich sehr schwer wenn es sich aufgeh\u00e4ngt hat. Bei einer internen Karte kann ein einfaches Script pr\u00fcfen ob die Verbindung aufrecht ist und ggf. die Karte neu starten.<\/li>\n<li>Es gab gerade in letzter Zeit etliche Angriffe auf Provider Modems &#8211; besser man ist kein Teil davon, oder ?<\/li>\n<\/ol>\n<p>Es gibt noch viele weitere Gr\u00fcnde warum man das Modem des Providers nicht verwenden will &#8211; in meinem Fall war es eine Kombination etlicher Faktoren &#8211; darunter auch der Spieltrieb.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zur Karte: Es handelt sich um eine kurze, halbhohe Karte welche man auch in einen Server einbauen kann. Das daf\u00fcr ben\u00f6tigte Slotblech befindet sich im Lieferumfang und l\u00e4sst sich einfach tauschen.<\/p>\n<p>Die VigorNIC 132 ist ein zwei Versionen erh\u00e4ltlich &#8211; mit und ohne &#8222;F&#8220; an Ende der Produktbezeichnung. Der Unterschied ist das die normale Version einen zus\u00e4tzlichen Gigabit-Ethernet Port am Slotblech besitzt um eine zweite WAN-Schnittstelle einzubinden. Die &#8222;F&#8220; (ich vermute dass das &#8222;F&#8220; f\u00fcr Fiber steht) hat stattdessen eine SFP Einschub welcher durch ein passendes SFP Modul auch Glasfaser Leitungen nutzen kann. Es gibt aber auch SFP Module mit einem Gigabit RJ-45 Anschluss wodurch die selbe Funktionalit\u00e4t wie bei der Karte ohne &#8222;F&#8220; erreicht wird. In meinem Test habe ich nur den ADSL\/VDSL Anschluss genutzt.<\/p>\n<p>An Features bietet die Karte sehr viel. Die Unterst\u00fctzung von IPv4 und IPv6 ist mittlerweile Grundausstattung genauso wie die Unterst\u00fctzung zahlreicher ADSL\/VDSL Betriebsarten inkl. VDSL2 und Vectoring. Ich konnte an meinem Anschluss nur ADSL testen da ich nichts anderes bekomme von meinem Provider &#8211; die Umstellung auf VDSL mit Vectoring ist allerdings angek\u00fcndigt &#8211; Ich werde euch hier am laufenden halten wie sich die Karte mit einer anderen Technik schl\u00e4gt. Die Karte kann sowohl als Router als auch als Bridge arbeiten und bietet sowohl einen DNS Proxy als auch einen DHCP Server um sofort online zu sein.<\/p>\n<p>Die komplette Feature Liste l\u00e4sst sich unter diesem <a href=\"http:\/\/www.draytek.de\/vigornic-132-serie.html\">Link<\/a> nachlesen.<\/p>\n<p>Das Webinterface ist f\u00fcr einen Techniker sehr \u00fcbersichtlich gestaltet und alle Funktionen sind leicht auffindbar. F\u00fcr einen Laien ist diese Karte eher nicht geeignet &#8211; aber das ist nicht wirklich die Zielgruppe und von da her passt es gut. Einstellen l\u00e4sst sich so ziemlich alles was man braucht um die Karte als Router in Betrieb zu nehmen und die zahlreichen Funktionen (NAT, DMZ, Port Redirection, Firewall, DoS Prevention, IP und URL Filtering uvm.) zu konfigurieren. Um ein ganzes Netzwerk mit Internet Zugang zu versorgen muss der Rechner in dem die VigorNIC steckt allerdings noch \u00fcber eine weitere Netzwerkkarte verf\u00fcgen (ans interne LAN angeschlossen) und die Weiterleitung von IP Paketen aktiviert sein.<\/p>\n<p>Die Karte stellt sich dem PC als Netzwerkkarte dar und diese bekommt vom Router\/Modem Teil eine IP Adresse zugewiesen &#8211; man kann diese Adresse nat\u00fcrlich auch manuell festlegen. Der Router\/Modem Teil l\u00e4uft unabh\u00e4ngig vom eigentlichen Rechner und somit bleibt die Verbindung auch bei einem Neustart des Rechners erhalten &#8211; die &#8222;sichtbare&#8220; Netzwerkkarte startet allerdings mit dem Rechner durch. Um den Router\/Modem Teil neu zu starten gibt es einen versenkten Reset Knopf am Slotblech oder die M\u00f6glichkeit auf der Weboberfl\u00e4che den Reset auszul\u00f6sen (mit einer Warnung ob man dies auch wirklich machen will). Auch l\u00e4sst sich dort ein Auto-Reboot Schema anlegen &#8211; falls die ADSL Verbindung z.b alle 24 Stunden neu startet kann man den Router &#8211; falls er damit Problem hat &#8211; ebenfalls automatisch neu starten. An meinem Telekom Austria Anschluss muss ich das nicht machen. Alternativ kann man nat\u00fcrlich auch den Rechner komplett abdrehen und wieder aufdrehen. Apropos: Die Bootzeit meines Servers betr\u00e4gt rund 30 Sekunden und dann noch ca. 2 Minuten bis die virtualisierte pfSense Firewall gestartet ist. Die VigorNIC zeigt \u00fcber eine gr\u00fcne LED an ob eine DSL Verbindung besteht oder nicht. Meistens ist die DSL Verbindung da bevor der Command Prompt des Servers erscheint &#8211; auf jeden Fall aber bevor die Firewall ihren Dienst aufnimmt. Beim Restart ist die Verbindung durchgehend aktiv.<\/p>\n<p>Anfangs &#8211; ich hoffe ich verwirre jetzt niemanden &#8211; habe ich die Karte ohne der pfSense Firewall genutzt und sie hat funktioniert wie sie sollte. Die Port Weiterleitung wurde f\u00fcr einige Anwendungen ben\u00f6tigt und auch die Firewall Funktionen gaben mir keinen Grund zur Sorge. Warum dennoch eine weitere Firewall dahinter zum Einsatz kam liegt NICHT an der VigorNIC 132 sondern daran das ich ein paar Dingen haben wollte wie zb. ein Captive Portal f\u00fcr G\u00e4ste und ein virtuelles DMZ Netz auf dem Homeserver. Und ich wollte den Traffic zwischen allen Ger\u00e4ten fair aufteilen &#8211; Daf\u00fcr braucht man halt eine Firewall-L\u00f6sung die das unterst\u00fctzt. Und zu guter Letzt bin ich ein Nerd und deswegen ist das so wie es ist.<\/p>\n<p>Trotzdem habe ich die Karte in der Router Betriebsart gelassen und meine DSL Verbindung (PPPoA) endet dort &#8211; dadurch habe ich zwar etwas mehr Delay zum Provider &#8211; aber da ich kein Online-Gamer bin ist mir das herzlich egal &#8211; mein Ping ist sowieso sehr schlecht (aber immer noch besser als \u00fcber LTE &#8230;).<\/p>\n<p>Was mich echt erstaunt hat war wie simpel die Inbetriebnahme der Karte funktioniert hat. VPI und VCI auf 8 und 48 eingestellt und meine Zugangsdaten hinterlegt und die DSL war da und mit einer leicht besseren Rate als mit dem Modem des Providers (messbar aber nicht sp\u00fcrbar). Falls erforderlich l\u00e4sst sich die WAN MAC-Adresse nat\u00fcrlich einstellen &#8211; falls der Provider darauf eine Sperre hat. Und wer m\u00f6chte kann PPPoE auch an den Rechner durchleiten um erst von dort die Verbindung zum Provider aufzubauen &#8211; Wie oben beschrieben in meinem Setup nicht vorgesehen.<\/p>\n<p>Die Karte ist jetzt seit knapp einem Jahr in Betrieb und au\u00dfer regelm\u00e4\u00dfigen Firmware Updates hat sie keinerlei Aufmerksamkeit ben\u00f6tigt. Genauso muss das sein &#8211; einbauen, konfigurieren und vergessen. (Naja, um sicher zu bleiben sollte man derart exponierte Devices regelm\u00e4\u00dfig updaten und auf Logeintr\u00e4ge und Fehler kontrollieren). Ich hatte keinerlei Probleme mit meiner Internetverbindung seit ich die Karte in Betrieb genommen habe (davor kam es alle 2 Monate (in etwa) dazu dass ich keine Verbindung mehr hatte da sich das Provider-Modem verabschiedete und erst nach einem Hard-Reset wieder eine Verbindung aufbauen wollte) und ich bin sehr erstaunt \u00fcber die Zuverl\u00e4ssigkeit und Stabilit\u00e4t der VigorNIC 132 von Draytek.<\/p>\n<p>Einen Punkt m\u00f6chte ich ebenfalls nicht unerw\u00e4hnt lassen. Draytek gibt f\u00fcr die Karte 6 Watt Stromverbauch an &#8211; das ist sehr akzeptabel. Mein Providermodem hat ein 12V 2A Netzteil (=24W) und die Temperatur an der Oberfl\u00e4che des Modems erreichte gerne mal 45\u00b0C und mehr. Klar ist das keine qualifizierte Aussage und ich habe den Stromverbrauch auch nicht gemessen aber: Mein Homeserver steht in einem sehr kleinen Abstellraum und nach dem Jahr Dauerbetrieb kann ich durchaus sagen dass der Raum sp\u00fcrbar k\u00fchler ist. Davor war das Providermodem im Dauerbetrieb und manche Dinge die man aus dem Raum nahm waren deutlich warm. Das ist jetzt nicht mehr der Fall. Zur\u00fcck zur VigorNIC 132: Ein sehr geringer Stromverbrauch ist ein Plus-Punkt und die Karte ist im Betrieb maximal handwarm.<\/p>\n<p>Kommen wir nun zum einzigen &#8222;Problem&#8220; welches ich finden konnte: Die Anschaffungskosten sind im Vergleich zu einem Router mit WLAN und DSL-Modem recht heftig auf den ersten Blick. Aber die Karte will in meinen Augen auch gar nicht in Konkurrenz zu normalen DSL-Modem\/Router Kombinationen treten sondern richtet sich gezielt an Benutzer welche all diese Eigenschaften suchen und die M\u00f6glichkeiten die sich dadurch ergeben zu sch\u00e4tzen wissen. In dem Bereich (ADSL\/VDSL2\/Vectoring) gibt es so keine Alternative als PCI-E Steckkarte (meines Wissens nach). Und der Vergleich mit einem externen Ger\u00e4t ist nicht besonders sinnvoll meiner Meinung nach &#8211; wer ein externes Ger\u00e4t will hat h\u00f6chst wahrscheinlich eines vom Provider bekommen und wird keine interne L\u00f6sung suchen. Und wer &#8211; wie ich &#8211; eine interne L\u00f6sung sucht wird keine externe Alternative in Betracht ziehen. Somit ist die Karte konkurrenzlos und einzigartig und den Preis locker wert.<\/p>\n<p>Fazit: Eine sehr umfangreich ausgestattete DSL-Modem PCI-E Karte die ohne Probleme funktioniert und out-of-the-box etliche Features bietet um einen reibungslosen Betrieb zu gew\u00e4hrleisten. Ein Produkt f\u00fcr Profis die genau wissen das sie das brauchen und welche Vorteile eine derartige Karte bietet. F\u00fcr Otto Normalverbraucher reicht auch das Providermodem.<\/p>\n<p>Und nochmals: Die Karte wurde mir kostenfrei \u00fcberlassen um mir eine Meinung dar\u00fcber zu bilden. Die Verpflichtung ein Review zu schreiben bestand zu keiner Zeit. Die Aussagen oberhalb stellen nur meine Meinung dar und sonst nichts.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich m\u00f6chte euch an dieser Stelle \u00fcber meine Erfahrungen mit der ADSL\/VDSL Modem \/ Router Karte der Firma Draytek berichten. Diese Karte wurde mir vom europ\u00e4ischen Importeur kostenfrei f\u00fcr einen Test zugesandt und \u00fcberlassen. Andere Absprachen oder eine Bezahlung gab es nat\u00fcrlich keine. 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